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22/05/2018 durch Mark Scherer mit 0 Kommentare

Experten warnen vor Smartphones am Steuer


Auto fahren bedarf äußerster Vorsicht. Doch zu viel Technik kann auch ablenken. Inzwischen sind Smartphones, Navigationsgeräte und Bordcomputer eine Selbstverständlichkeit. Laut Experten gilt Ablenkung am Steuer inzwischen als häufigste Unfallursache. Eine offizielle Statistik dazu gibt es dazu allerdings nicht. Bislang scheinen auch Informationskampagnen und höhere Bußgelder bei Handynutzung am Steuer nicht viel zu bringen, auch wenn diese derzeit bei mindestens 100 Euro liegen. Offenbarnehmen die Ursachen für eine Ablenkung noch weiter zu: „Autos haben immer unfangreichere Komfortelemente und Multimedia-Funktionen integriert. Fahrerinnen und Fahrer sollten ihren Gebrauch auf das absolut Notwenige beschränken, denn der Blick gehört auf die Straße,“ sagt Steffen Mißbach, Kfz-Experte bei TÜV Rheinland.

Nur auf den Straßenverkehr achten

Laut TÜV verweist die Straßenverkehrs-Ordnung ausdrücklich darauf, dass der Blick zur Bedienung nur kurz vom Straßenverkehr abgewendet werden darf, wenn es die Fahrsituation erlaubt. Smartphones sollten daher am besten in der Tasche verstaut werden. Besonders riskanter Trend: Videos auf dem Smartphone zu schauen oder TV-Livestreaming sind für den Fahrer absolut tabu, selbst wenn das Mobiltelefon in einer Halterung installiert ist, so der TÜV.

Jegliche Ablenkung vermeiden

Es spielt keine Rolle, ob bei der Fahrt mit einem iPhone X, Galaxy S9 oder ein anderes Smartphone gespielt wird. Jede Tätigkeit, die nichts mit dem Fahren an sich zu tun hat, sollte vermieden werden. „Ein Fahrer – egal ob auf zwei oder vier Rädern – hat die Verantwortung, sein Fahrzeug sicher durch den Verkehr zu steuern. Alles, was ihn davon ablenkt, sollte unterbleiben,“ betont Mißbach. Zu beachten gilt: Wer bei Tempo 50 nur eine Sekunde auf sein Smartphone blickt, legt bereits 14 Meter zurück, ohne zu sehen, was auf der Straße passiert.

Konsequenzen bei Schuldfrage

Kommt es zu einem Unfall, ist es ziemlich leicht festzustellen, ob man wegen seines Smartphones abgelenkt war. Die Polizei ist in diesen Fällen berechtigt, Smartphones und andere Geräte sicher zu stellen und die Nutzerdaten mit dem Zeitpunkt des Unfalls zu vergleichen. Das ist besonders bei schweren Vorfällen ein inzwischen gängiges Verfahren. Gerade bei der Schulfrage könnte die Nutzung des Smartphones erhebliche Konsequenzen haben, warnt der TÜV.



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